Mit Frau Baerbock in Afrika
Als eine der Königsdisziplinen der schulischen Ausbildung galt vor Jahren noch das Thema ‚Bildbetrachtung‘, d. h. der Schüler sollte sich beim Versenken in ein Kunstwerk sich dessen bewusst werden. Ganz ohne Zweifel handelt es sich bei dem Foto, das wir hier anführen und das die derzeitige Außenministerin Annalena Baerbock mit dem Staatschef des Südsudan zeigt um ein solches.
Was also sehen wir da? In der Mitte thront der Staatschef des Südsudan, Herr Salva Kiir Mayardit aus dem Volke der Mayardit-Dinka. Sein Griff nach dem hohen Amt war nicht ganz reibungsarm verlaufe, was uns aber hier nicht näher beschäftigen muss. Zu seinem Markenzeichen gehört in jedem Fall der Cowboyhut, ein Präsent des vormaligen Präsidenten der USA, George Bush, der seine Erscheinung ziemlich abrundet und dessen Tragen womöglich als Zeichen großer Hochachtung vor seiner Besucherin gewertet werden kann.
Bei einem ersten, flüchtigen Betrachten des Bildes scheint es, als hätte der Angehörige der Südsudanesischen Elite ein Hefeweißbier zu seiner Linken; dies entpuppt sich jedoch bei näherer Betrachtung als Armlehne seines thronähnlichen Sitzmöbels. Was auf diesem Bild auch nicht zu sehen ist – der Angehörige des Volkes der Mayardit-Dinka hatte vor längerer Zeit anlässlich einer offiziellen Zeremonie beim Abspielen der Nationalhymne einmal das Wasser nicht halten können. Er urinierte. Jedenfalls gab es wohl ein kurze Sequenz, die diesen Vorgang dokumentiert hatte. (Meldung BBC News). Der Vorgang als solcher darf aber mittlerweile als bereinigt, das filmische Zeugnis dessen als gelöscht gelten.
Ganz anders als der Herrscher, Herrn Kiir Mayardit, präsentiert sich die derzeitige Außenministerin der BRD. Sie, von der anzunehmen ist, dass sie noch kurz zuvor ihrem Gastgeber die Grundzüge ihrer feministischen Außenpolitik vermittelte, hatte sich anlassbezogen fein gemacht. Ein Kleid mit Punkten schien hier das Gebotene. Nicht umsonst nennt man sie ja auch die MINISTERIN DER SCHÖNEN ÄUSSEREN, selbst dann, wenn sie, wie im vorliegenden Bild gut zu sehen ist, einigermaßen unentspannt auf ihrem Sessel sitzt!
Das wird sich demnächst ändern, denn mit ihren diversen Auftritten als Außenministerin hatte sie sich zwischenzeitlich für das höchste Amt der UN empfohlen. So entging sie – wenn auch knapp – der Fron, sich um ihre Kinder oder, noch schlimmer, um die Partei der Grünen kümmern zu müssen. Glück gehabt! Denn was passieren kann, wenn man nicht rechtzeitig ‚hier´ ruft, entnehmen wir dem linken Zeitungsbild, das eine grüne Partei-Truppe auf dem Weg zur Basis zeigt, kurz bevor sich der eine oder die andere sich insofern vielleicht profiliert, dass er oder sie sich eines schönen Tages in einem goldlackierten Sessel in Afrika wiederfindet.